AUSGANGSPUNKT Bestandsaufnahme und IST Analyse
Ein historischer Ort – eine Stadt sogar! Straßburg ist mit seinen knapp 2000 Einwohner:innen die kleinste Stadt Kärntens: eine sehr ländliche Stadt, denn urban ist hier kaum etwas. Obwohl der Ort als bischöfliche Residenz historisch bedeutend war, hat er mit allen Herausforderungen ländlicher Abwanderung zu kämpfen, sogar die Lokalbahn wurde in den 70er Jahren eingestellt. Wie kann die Stadt sich für die Zukunft vorbereiten?
METHODE Schicht für Schicht betrachten
DieSchüler:innen der 3. Klassen (7. Schulstufe) entwickeln ihre Stadt der Zukunft. Als Basis dient ihr Schulort, der mithilfe einer IST-Analyse auf bestehende Infrastruktur untersucht wird. Sie erforschen den Unterschied zwischen öffentlichem und privaten Raum und stellen sich die ambitionierte Frage, wie Straßburg sich weiterentwickeln kann, sodass die baukulturelle Struktur des Ortes erhalten und genutzt und die Abwanderung reduziert wird. Unter Berücksichtigung bestimmter Vorgaben wie Nachhaltigkeit, Baumaterialien, Bevölkerungsveränderung, vorhandene vs. gewünschte Infrastruktur, Mobilität, Freizeitverhalten,… machen die Schüler:innen aus ihrem Lebensraum und Schulort ihre persönliche gemeinsame Stadt der Zukunft. Ihre Ideen setzen sie in einem eigenen Stadt-Modell um.
INTERDISZIPLINARITÄT Stadtbau Straßburg 2.0
Der Stadtbau-Prozess wird von einer Baukulturexpertin begleitet. Die Schüler:innen erstellen im Laufe des Projekts eine Fotodokumentation für die IST-Analyse, erkunden den Stadtplan und die Stadtentwicklung am kagis (GIS-Portal des Landes Kärnten), entwickeln Ideen für Gebäude, Grün- und Freizeitanlagen und bebauen damit in Gruppen jeweils ein Planquadrat von Straßburg mit unterschiedlichen Materialien und Techniken..
ZIEL Wahrnehmung sensibilisieren | Stadtraum erkunden |
Zusammenhänge erkennen | Visionen entwickeln
Die Schüler:innen lernen ihr unmittelbares Umfeld bewusst kennen und entwickeln Ideen und Lösungen für einen lebenswerten Ort. Dafür ist es wichtig, sich zuerst mit dem IST-Zustand auseinanderzusetzen und Visionen für die Stadtentwicklung zu formulieren, um ihre Bedürfnisse an eine Stadt der Zukunft zu erkennen. Die Ergebnisse der Untersuchungen und die Modelle werden bei der MINT-Messe 2026 in Klagenfurt präsentiert und prämiert.
Projektdurchführung: März – Mai 2026
Präsentation: 18. Mai 2026, MINT-Messe, lakeside Park, Klagenfurt
Dieses Projekt wird im Rahmen der Projektreihe RaumGestalten 2025/26 unterstützt. RaumGestalten ist eine Projektpartnerschaft von OeAD (aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung), Architekturstiftung Österreich und Bundeskammer der Ziviltechniker:innen | arch+ing.
Fotos: Christine Aldrian-Schneebacher