Wenn wir uns als Kinder die Welt aneignen, uns in ihr zurechtfinden, tun wir das auf wissbegierige, unbeschwerte Art und Weise. Wir interagieren mit der Architektur, agieren in den Räumen, die sie durch ihr Tätigwerden schafft, erlangen durch unser Tun ein tief greifendes Verständnis für unser Umfeld. Die Architekturvermittlung möchte Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen „Werkzeuge“ – Zeit, Ort, Raum, Material, Ko-konstrukteur*innen – an die Hand geben, um sich dieser kindlichen Perspektive anzunähern. Die vorliegende Arbeit stellt ihren Vermittler*innen – Architekt*innen, Studierenden, Pädagog*innen … – ein Arbeitsmittel zur Verfügung, hält Wissen bereit und gibt Denkanstöße für den eigenen Kontext. Kinder und Jugendliche sind dabei das maßgebliche Gegenüber dieser Arbeit, meiner theoretischen Wissensaneignung und Feldforschung. Die Reisen, in denen ich meine Leser*innen in unterschiedliche Zeiten und Räume führe, geben Erfahrungswerte wieder, dokumentieren
Beobachtungen und reflektieren Wahrnehmungen und Erkenntnisse. Ihre Inhalte bilden mein persönliches Experimentierfeld und seine Bildungsprozesse ab, legen aber gleichzeitig den Grundstein für eigene Erfahrungsräume ihrer Leser*innen und zeigen mögliche Bildungswege
auf. Die Arbeit versteht sich als Einladung zum vernetzten Denken, zum selbsttätigen Bilden und zum forschenden Lernen.

Die Diplomarbeit wurde 2016 mit dem Würdigungspreis des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung ausgezeichnet. 

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