Ein einfaches Blatt Papier ist nicht besonders tragfähig. Gefaltet oder gerollt wird es stabiler. Mit wenig Material und relativ geringem Gewicht können größere Flächen überspannt oder hohe Türme gebaut werden. Durch intelligente Konstruktionsprinzipien wie Dreiecksformen, Faltungen oder Lastenverteilung können aus gewöhnlichem Zeitungspapier erstaunlich tragfähige Gebilde gebaut werden. Sie werden aus stabilen geometrischen Formen – ausgehend von Dreiecken – errichtet. Durch die Verteilung der Lasten auf viele Einzelverbindungen sind diese Gebilde meist sehr leistungs- und tragfähig. Grundlagen der Stabwerkskonstruktionen können so auf einfache und verständliche Weise praktisch erprobt werden. Mathematische Theorie wird im Projekt spielerisch in die Praxis umgesetzt. Sobald das Bauprinzip verstanden wurde, fordert es zu Experimenten heraus und regt das Weiterdenken des Prinzips in andere Varianten an. Zu Projektende sollen die Konstruktionen und Gebilde aus Sicht der Kinder in der Schule präsentiert werden.
Aktivitäten der Schüler*innen
Die Kinder engagieren sich aktiv und kreativ: Sie rollen, falten, kleben und bauen aus Zeitungen verschiedene Strukturen wie Türme, Brücken, Kuppeln oder Riesenräder. Dieser praktische Ansatz fördert die Feinmotorik und Ausdauer sowie das räumliches Vorstellungsvermögen und dreidimensionale Denken. Die Schüler:innen lernen, präzise mit Materialien umzugehen und ihre Handfertigkeiten zu verfeinern. Diese komplexeren Konstruktionen erfordern eine enge Zusammenarbeit, bei der die Kinder ihre Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeiten und Entscheidungsprozesse stärken. Die Schüler:innen nähern sich spielerisch und auf eine experimentelle Weise den komplexen Konzepten der Architektur und Geometrie. Dieses interaktive und forschende Arbeiten ermöglicht den Kindern nicht nur eine fundierte Auseinandersetzung mit physikalischen und mathematischen Prinzipien, sondern stärkt auch ihre Problemlösungsfähigkeiten und ihr kreatives Denken.
Ein Projekt im Rahmen von Kultur:Bildung und technik bewegt, gefördert vom OeAD und der ZT:Kammer.
Fotos: Christine Aldrian-Schneebacher