GARTENRÄUME

Foto: Peter Nigst
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Ziel und Methodik:
Bei dem Projekt >GARTENRÄUME – erkunden und bauen> geht es um das bewusste Erleben verschiedener Raumsituationen. Die Schülerinnen und Schüler erkennen dabei, dass sie durch ihr aktives Tun gestaltend (oder auch zerstörend) Veränderungen bewirken können. Bauen in Verbindung mit dem Naturraum fordert die Fantasie ungemein heraus.
Der Garten mit den in ihm enthaltenen räumlichen Qualitäten (seinem Bestand an Pflanzen und Tieren, sowie den erkennbaren baulichen Eingriffen und der Bearbeitung durch den Menschen und nicht zuletzt sein Reagieren auf die jeweiligen klimatischen Einflüsse) ist praktisches Anschauungsobjekt/Erkundungsgegenstand und damit in gewisser Weise „Lehrperson“.
Zielsetzung:
Den Garten erkunden nach angenehm bewohnbaren Orten (eine Art „Einnisten“) – weitere dieser nutzbaren Orte in einer adäquaten (leichten/temporären) Bauweise hinzufügen und als Lebensraum zumindest kurzzeitig erproben.

 

Durchführung:

Phase 1:
Dauer: 5 Unterrichtseinheiten (Lehrerin und externer Experte)
In der Volksschule (60% der Zeit) – Themenbekanntgabe; allgemeine, altersgerecht aufbereitete Beispiele zur Nutzung von Raum/Freiraum im engeren Lebensumfeld, und zum Bauen im Naturraum.
Hinterfragen eigener Erfahrungen der Schüler und Schülerinnen..
Abschließende Besichtigung (40% der Zeit) des Gartenraumes, der für das Projekt genutzt werden darf, mit dem Gartenbesitzer.

Phase 2:
Dauer: 5 Unterrichtseinheiten (Lehrerin und externer Experte)
„ Planung“ gemeinsam mit, aber in jedem Fall durch die Schüler und Schülerinnen – Klärung, wer möchte mit wem zusammenarbeiten? - Skizzen, Überlegungen, Modelle, Erproben von leichten Konstruktionen, von Prinzipien zur Befestigung, Auswählen von einfachsten Baumaterialien und sich darauf einigen. Ziele setzen, „Pläne schmieden“ - Vorbereiten des bevorstehenden Termins im Garten.
Welche sonstigen Utensilien sollen mitgebracht werden? (z.B. Werkzeuge, Befestigungsmaterial, weiters nur nützliches, leicht mit zu nehmendes Material zur wohnlichen Einrichtung und Ausstattung des Gartens, wie Decken, Tücher…..)
Insgesamt soll durch die Vorbereitung aber nicht die Spontanität der Aktion vor ort geschmälert werden.

Phase 3:
Dauer: 5 Unterrichtseinheiten (Lehrerin, externer Experte)
Vor Ort zu Gast im Garten! Erkunden – Beobachten – eigene Vorstellungen mit den tatsächlichen Gegebenheiten in Einklang bringen. In gemischten Gruppen gemeinsam die gewollten Vorhaben, wie sie dann aus dem Prozess vor Ort entstehen, umsetzen.
Begehung und Vorstellung der von den Kleingruppen der Schüler und Schülerinnen persönlichen GARTENRÄUME !
Abschließendes „Fest“ im Garten und den GARTENRÄUMEN.
Die hinzu gebauten „Raumgebilde“, so sie regensicher sind, können temporär im Garten verbleiben – Entscheidung liegt beim Gartenbesitzer.

Phase 4:
Dauer: 5 Unterrichtseinheiten (Lehrerin)
Nachbearbeitung durch die Schüler und Schülerinnen.
Beschreibung des Vorganges und der Raumerfahrungen jedes Schülers, jeder Schülerin bzw. der Gruppen, die zusammengearbeitet haben. Dokumentation, Videointerviews etc.
– Schlusspräsentation gemeinsam mit externem Experten, Eltern und Gartenbesitzer

Download:
In allen Phasen entstandene Videoaufnahmen wurden zu einem Videofilm geschnitten: Gartenräume auf youTube

Peter Nigst

 

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