Dschungel-Dickicht-Labyrinth

Foto: Christine Aldrian-Schneebacher
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Gestrandet auf einer einsamen Insel richten wir uns häuslich ein, bis Hilfe kommt.
Raumwerkstatt mit Seilen, Fäden, Stecken, Stoffen und Schachteln für max. 15 Kinder im alter von 5 bis 12, welche in der Gruppe spielerisch Raum und Grenze erfahren: Raum geben, Raum nehmen, Raum für uns ?!?!

 

 

Zu Beginn der Veranstaltung hängen bereits lianenartig Kletterseile im Raum. Darunter liegen Schachteln (Steine) herum, welche von einem geordneten Steinkreis umschlossen sind. An jedem dieser Steine findet ein Kind im Kreis seinen Platz. Es wird die Vorstellung geweckt, dass die Gruppe schiffbrüchig im Dschungel für eine Weile überleben muss, bis das rettende Schiff vorbeikommt.

 

Folgende Arbeitsschritte werden nacheinander vorgegeben:
1.Schachteln und Stecken: In Kleingruppen werden mit den herumliegenden Schachteln Häuser errichtet, beschrieben, auf 1-2-3 wieder umgeworfen und mit Hilfe von zusätzlichen Stäben nochmals gebaut. Die Schachtelhäuser haben Öffnungen, bilden aber höhlenartig fast immer den geschlossenen Rückzugsbereich der Kinder.
2. Haselstecken: Die Höhlenräume schließen einen Hofbereich ein, in welchem Haselstecken unterschiedlich gerichtet in die Seile eingebunden werden. Es werden weitere Kleinräume vor den Häusern abgegrenzt, welche als Garten, Terrasse usw. genutzt werden.
3. Wollbälle: Das Fadenende eines faustgroßen Wollballes wird an beliebigem Punkt angebunden. Gleich einer Spinne wandern die Kinder durch den Dschungel und weben ein großes Spinnennetz, welches sich noch schneller verdichtet, wenn der Wollball geworfen und zurückgeworfen wird. Vereinzelt verfängt sich ein Kind im Netz und ringt damit.
4. Stoffe und Kluppen: Tücher werden mittels Kluppen an Seilen, Fadenbündeln und Stecken befestigt, wobei Dächer, Wände, Hüllen in beliebiger Form entstehen und Bereiche mit transparenteren Grenzen bilden. Teilweise bauen die Kinder beim Nachbarn an oder öffnen ihr Haus.
5. Hausbesichtigung: Jede Kleingruppe darf ihr Haus zeigen und beschreiben. Massive Mauern stehen neben transparenten Membranen und bilden private und öffentliche Räume zum Zurückziehen, Wohlfühlen, Kommunizieren… Die Kinder entdecken sich selbst.
6. Zerstören: Gemeinsam werden die Fäden zerschnitten. Alles bricht in sich zusammen. Die Schachtelhäuser werden umgeworfen. Dadurch wird der Impuls zum freiwilligen Aufräumen gesetzt.
7. Abschlussrunde: Im nunmehr leeren Raum wird Erlebtes besprochen, bis ein Schiff vorbeikommt und alle die Insel verlassen.

Rauminstallationen mit Kindern und Jugendlichen – Raum für uns !

 

Christina Fischer

 

Ein Projekt im Rahmen von Treffpunkt Architektur - eine Architekturworkshopreihe für alle Sinne

 

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