Die Sprache der Architektur

Foto: Helmi Bacher
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Ziel und Methodik:
Nach einer grundsätzlichen Einführung sollen ausgehend von deskriptiven
Begriffen zu Raum und Architektur diese erst zu Papier gebracht und
schließlich räumlich im Modell umgesetzt werden. Durch skizzenhafte und
modellhafte Darstellung versuchen die SchülerInnen, einen
Entwurfsgedanken zu verfolgen und diesen schließlich zu verbalisieren
und zu reflektieren.


Mit etwas Übung lässt sich mit einer Skizze manchmal mehr sagen als mit vielen Worten. Die Kinder müssen versuchen, in wenigen Minuten gegensätzliche Begriffe wie „eng-weit“ oder „hell-dunkel“ so zu Papier bringen, dass es auch ein „Marsmensch“ verstehen kann.
Um die Sprache der Architektur anschaulicher zu machen, erhalten die SchülerInen eine grundsätzliche Einführung zu architektonischen Begriffen in einem Kurzvortrag.


Aus einer WORT_SCHATZ_KISTE zieht jede Schülerin und jeder Schüler einen Begriff, der im Modell umgesetzt werden soll.
Erst müssen sie sich aus der Fülle der angebotenen Materialien für eines entscheiden, mit dem man den Begriff am besten darstellen kann. Viele stehen hier vor einer großen Herausforderung. Nachdem diese Hürde geschafft ist, wird es nicht einfacher: wie setzt man Begriffe wie „Lichtschichten", "Wolkenturm" oder "Röhrensystem" abstrakt in ein räumliches Modell um. Brainstorming Listen und Skizzen helfen ein bißchen.


Durch die abstrakte Auseinandersetzung mit Begriffen und die modellhafte Umsetzung erhalten die SchülerInnen einen Einblick in die Denkweise des architektonischen Entwurfsprozesses. Obwohl diese Vorgangsweise für die meisten ungewohnt und schwierig ist und sie – auch aufgrund der hohen Temperaturen – anfangs murren, wächst doch die Freude an der Arbeit mit der Erkenntnis, dass sie mit Hilfe und Unterstützung der beiden Architektinnen zu überraschenden Ergebnissen kommen.
Zum Schluß werden die Modelle mittels Kamera, Licht und Beamer der versammelten Klasse und einem erstaunlich großen Lehrerkommitee inklusive Direktor erfolgreich präsentiert.


Christine Aldrian-Schneebacher


Kleine Zeitung, 26. Juni 2009

 

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