Freie Formen, Kuppeln und Platonische Körper (Tetraeder,
Pyramide, Oktaeder, Ikosaeder,…)
Ziele:
Proportionen bewusst wahrnehmen
Eigenen Körper als Maßhilfe erfahren
Größenverhältnisse ausrechnen
Sensibilisierung der Wahrnehmung mit Blick auf das „Alltägliche“
Das
Projekt erstreckte sich über drei aufeinanderfolgende
Tage zu 4-6 Unterrichtseinheiten.
Der intensive theoretische
Input wurde durch praktische Übungen
und eigene Recherche aufgelockert, dennoch klafften die Interessen
der 33 SchülerInnen weit auseinander. Was die einen
interessiert, fanden die anderen langweilig, was für
die anderen spannend
war, fanden die ersten
wiederum zu kompliziert.
Zuerst wurde viel geschätzt: Wie hoch und breit sind
Klassenzimmer, Türrahmen, Tisch-und Stuhlhöhe etc.
Die Schätzwerte wurden zur Selbstkontrolle mit Maßbändern
nachgemessen.
Das spannende Thema
des Menschen als Maßstab wurde
durch viele Beispiele belegt und überprüft. So
verbrachten die Jugendlichen viel Zeit mit dem Abmessen der
Höhe von Türschnallen, der Maße von Möbeln,
der Steigung von Treppen etc., um die Messergebnisse wiederum
auf die Körpermaße des Menschen zurückzuführen
(Elle, Sitzhöhe, Schritt,…) Auch Maße wie
Augenhöhe und Schulterbreite und sogar Nasenlänge
und Haaresbreite wurden
genauer unter die Lupe
genommen.
Mit der Proportionslehre
und insbesondere
dem Goldenen Schnitt
hatten manche
ihre liebe Not,
doch mit zahlreichen
Beispiele über
dessen Vorkommnis in der Natur und beim Menschen und in weiterer
Folge viele Anwendungsbeispiele in der Kunst und Architektur
wurde auch der „trockene Stoff“ anschaulich
vermittelt.
Am
meisten Spaß hatten die SchülerInnen beim Bauen
der Stabtragwerke und platonischen Körper aus Zeitungspapier.
Viele freuten sich, ihre „Kreativität“ ausleben
zu können, obwohl gerade diese Übung relativ wenig
mit Kreativität zu tun hatte, sondern strengen mathematischen
Gesetzmäßigkeiten
folgt.Doch
durch das Selber-Tun
wurde die Jugendlichen
geradezu
beflügelt
und präsentierten stolz ihre entstandenen Tragwerkskörper
in der Klasse.