Ziel
und Methodik:
Nach
einer grundsätzlichen Einführung sollen ausgehend von deskriptiven
Begriffen zu Raum und Architektur diese erst zu Papier gebracht und
schließlich räumlich im Modell umgesetzt werden. Durch skizzenhafte
und
modellhafte Darstellung versuchen die SchülerInnen, einen
Entwurfsgedanken zu verfolgen und diesen schließlich zu verbalisieren
und zu reflektieren.
Mit etwas Übung lässt sich mit einer Skizze manchmal mehr sagen als
mit vielen Worten. Die Kinder müssen versuchen, in wenigen Minuten gegensätzliche
Begriffe wie „eng-weit“ oder „hell-dunkel“ so zu Papier
bringen, dass es auch ein „Marsmensch“ verstehen kann.
Um die Sprache der Architektur anschaulicher zu machen,
erhalten die SchülerInen
eine grundsätzliche Einführung zu architektonischen Begriffen in
einem Kurzvortrag.
Aus einer WORT_SCHATZ_KISTE zieht jede Schülerin und jeder Schüler
einen Begriff, der im Modell umgesetzt werden soll.
Erst müssen sie sich aus
der Fülle der angebotenen Materialien für eines entscheiden,
mit dem man den Begriff am besten darstellen kann. Viele stehen hier vor
einer großen
Herausforderung. Nachdem diese Hürde geschafft ist, wird es nicht
einfacher: wie setzt man Begriffe wie „Lichtschichten", "Wolkenturm"
oder "Röhrensystem"
abstrakt in ein räumliches Modell um. Brainstorming Listen und Skizzen
helfen ein bißchen.
Durch die abstrakte Auseinandersetzung mit Begriffen
und die modellhafte Umsetzung erhalten die SchülerInnen einen Einblick in die Denkweise des architektonischen
Entwurfsprozesses. Obwohl diese Vorgangsweise für die meisten ungewohnt
und schwierig ist und sie – auch aufgrund der hohen Temperaturen – anfangs
murren, wächst doch die Freude an der Arbeit mit der Erkenntnis, dass sie
mit Hilfe und Unterstützung der beiden Architektinnen zu überraschenden
Ergebnissen kommen.
Zum Schluß werden die Modelle mittels Kamera, Licht und Beamer
der versammelten Klasse und einem erstaunlich großen Lehrerkommitee
inklusive Direktor erfolgreich präsentiert.